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27. Juli 2010
Die größte Funk-Disco-Dance Party in Baden-Württemberg (22.07.2010)

(Fotos, Quelle: Juri Junkov, stimmen.com)

Live-Bericht über das groovigste Ereignis des Lörracher Stimmen-Festivals 2010
Es tönt mächtig groovig aus der geilen Sound-Anlage, es erinnert ein wenig an Cameo’s Word Up aus den 80ern, da kommt Jan Delay und bringt mächtig Tanzstimmung mit “Rave against the machine” und “Türlich türlich…”
Alles tanzt und bebt, da geht’s schon weiter mit Musikzitaten die nach “Everybooooody” und so klingen… “Die Sonne scheint”, “Gustav Gans” mit Anleihen aus den Samplesounds von Usher’s “Yeah”. Absolute, spitzen Soundcollagen und super Choreographien. Jan kündet aber schon seinen LETZTEN SONG an…???
Der geht aber mindestens 80 Minuten sagt er… und alles tanzt weiter:

“Füxxe”, “Das Boot”, “Large”, “Abschlussball”, danach wird’s ruhiger und reaggae-mäßiger: “Vergiftet”. Hier versingt sich der Star ein wenig, macht Späßle, weiter geht’s.
“Leben”, “Fremdscham”.
Spätestens bei “Showgeschäft” wird jedem Jan’s musikalische Verwandtschaft mit Megafunker Prince bewusst.
“Ahn’ ich gar nicht” und “Raveheart” heizen ein und bei “Disko” darf auch das Publikum kräftig mitsingen, abwechselnd mit Jan Delay’s Falsett-Gesang.
Bei “Fäule” kommen wieder bekannte und beliebte Soulpop-Zitate ala “Everybody dance now”… Hammermäßige Tanzeinlagen von den Disko-Girls… Alles was man zum Winken und Wedeln benutzen kann darf rausgeholt werden: Schals, Handtücher, Regenjacken, Müllsäcke, alles bewegt sich, Lörrach dreht durch und auf der Bühne hämmert “Oh Johnny”. Die LED-Wände geben Ihr Bestes, alle Highlights in Lichtshow transformiert…
Das Publikum fordert mehr… die Zugaben beginnen mit einer exzellenten Musikervorstellung, kleinen Soli und Stopps, alles groovt… Und der Wahnsinn sind die Chormädels, also die Tanzmädels, also die Soulsängerinnen, na ja jedenfalls die DISCO-NumberOne-Girls, als sie jede einen groovigen Reim auf “Lörrach” rappen !!!
Zum Schluss wird klar “der Lörracher Marktplatz ist ja ganz schön, aber den reissen wir jetzt ab…” mit “… in der Stadt” und “wir machen das KLAR…”. Und noch ein Megafinale: 3. Zugabe, “Antichrist ist dead” von Napalm Death…?…
Insgesamt ein Mega Dance- und Groove-Event der Superlative.
Vielen Dank, that’s Funk!
Der music-ivan.
(Fotos, Quelle: Juri Junkov, stimmen.com)

Xavier Naidoo: am 24.07. 2010 beim Stimmen Festival »
Himmel auf Erden in Lörrach
Einer der absoluten Höhepunkte und natürlich total ausverkauft, war Xavier Naidoo am Samstag, am Marktplatz in Lörrach. Wenn dieser Künstler auf die Bühne geht, dann sieht man im Publikum, ab dem ersten Ton, nur glückliche Gesichter.
Daniel Stoyanov
Es begann schon mit einem hervorragenden Support-Act: Der junge Sänger Daniel Stoyanov begeisterte alleine und mit seiner Gitarre, die fröhliche Menschenmenge. Er hat einen extrem charmanten und markanten musikalischen Stil, sehr soulig, weiche Übergänge zwischen Kopf-und Bruststimme. Und eine wirklich erstaunliche Art Gitarre zu spielen. Wenn Sie den Film “Klang des Herzens” kennen, dann wird Ihnen vielleicht die extravagante Art, mit der dort Gitarre gespielt wird noch in Erinnerung sein. So spielt auch Daniel, mit beiden Händen schlagend am Griffbrett (Tapping), Flageolett-Töne en masse, und unglaubliche Rhythmik. Das lernt man nicht beim Gitarrenlehrer, dass ist orchestrales Gitarrenspiel. Dazu gute deutsche Texte und vorallem ansteckenden Fun und Augenzwinkern in der Musik.
Leider wurde er viel zu forsch von einem Xavier-Backliner (Roadie) von der Bühne gescheucht, der wohl fand, dass ein Supportact nicht so wichtig sei. Im Falle eines Daniel Stoyanov war es eine wirkliche Bereicherung für jeden Anwesenden. Bleibt zu hoffen, dass Xavier und die Produzenten ihn weiterhin unterstützen, bis seine Bekanntheit groß genug ist.
Xavier Naidoo
Nun, was soll man zu Xavier noch groß sagen: Er hat die Message, er hat den deutschen Soul und er hat das Publikum total verzaubert. Seine Bühnen-Präsenz war enorm und wenn er auf der rechten Vorbühne ins Publikum reinlief, war kein Halten mehr auf dem Lörracher Festplatz.
Im Set waren alle Hits die man sich wünschen kann:
- Mut zur Veränderung
- Seeleute
- Alles kann besser werden
- Wo willst du hin
- Führ mich ans Licht
- Bist du am Leben interessiert
- Gib dich nicht auf
- Söldnerlied
- Das war noch nicht alles
- Into deep
- Ich brauch dich
- Bevor du gehst
- Zeilen aus Gold
- 20.000 Meilen
- Ich kenne nichts
- Bitte hör nicht auf zu träumen
Natürlich wussten die Fans, die völlig begeistert “Zugabe” schrien, dass da noch ein paar bekannte Megahits fehlen. Und natürlich gab es noch ein langes Zugaben-Set. Xavier überraschte sein Publikum auch immer wieder mit schnellen und superlässig absolvierten HipHop-Moves und Tanzeinlagen. Die Band spielte sehr genaue und tüftelige Arrangements, perfekt wie im Studio und trotzdem mit gutem Live-Charakter.
- Himmel über Deutschland
- Sie sieht mich nicht
- Was wir alleine nicht schaffen
- DIESER WEG (mit Deutschland-Flagge umgehängt – zum abschied noch:)
- Und wenn ein Lied…
Das Publikum war glücklich, alles bestens. Der Sound war stellenweise ein wenig zu familienfreundlich, sprich, nicht allzu druckvoll, manchmal sogar zu leise. Ich war manchmal hinten im Gelände, manchmal vorne in der ersten Reihe und trotzdem konnte man Xaviers Ansagen kaum verstehen. Aber wenn er sang, dann stand seine Stimme wie eine 1 im Raum (und auf dem Platz). So gesehen und weil ja auch wirklich viel junges Publikum da war, ist ein eher zu sanfter als zu lauter Sound schon vertretbar. Wie gesagt, seine Singstimme war überall präsent und kräftig.
Meiner Freundin hat es auch super gefallen, was wiederum mir sehr gefiel, denn sie will eigentlich schon seit 10 Jahren mit mir auf ein Xavier Konzert… Music-Journal und dem hevorragenden Presseteam des Burghof Lörrachs sei gedankt, ein fantastischer Abend für uns und Dank Xavier & Band, auch für abertausende Besucher.
Der music-ivan.
(Fotos, Quelle: Juri Junkov, stimmen.com)

Als ich gestern zum Open Air von Xavier Naidoo fuhr (Bericht hier…) hörte ich im Radio ein Interview von Milow, der gerade in Stuttgart auftrat. Er erzählte, dass er eigentlich Jonathan Vandenbroek heißt, aber der Name sich seiner Meinung nach nicht für eine internationale Karriere eigne, und er früher schon auf den Namen Milow kam, einfach weil er ihn schön fand. Nun, 7 Jahre später, ist er tatsächlich ein internationaler Künstler! Letztes Jahr war er noch im Vorprogramm, dieses Jahr ist er ein Headliner, der Haupt-Act am Sonntag:
Milow am 25.07 beim Stimmen-Festival in Lörrach
Inmitten von glücklichen, 13 bis 15-jährigen Teenies, aber auch Mamas, Papas und Junggebliebenen genoß ich ein sehr sympathisches und angenehmes Konzert. Der Künstler überraschte mich mit verschiedenen Wendungen in seinem Programm. Lieder die oft samtweich und kuschelig begannen, wurden immer dynamischer und die hervorragende Band baute ein immer pompöseres Arrangement um die Grundmelodie auf.
Großes Lob auch an die Sängerin Nina Babet, die mit gefühlvoller zweiten Stimme Ihren Hauptakteuer perfekt ergänzte. Hier ein Auszug aus der Songliste:
- The Kingdom
- Stephanie
- Until the morning comes
- Canada
- Darkness ahead and behind
- The Ride
- One of it
- Out of my hands – Hier bat der Künstler um eine respektvolle Ruhe, denn er widmete dieses Lied den Opfern der Loveparade, am Tag zuvor. Er sagte, er wäre gestern in Stuttgart von der Bühne gekommen und habe mit Bestürzung die traurige Nachricht erzählt bekommen.
- She might she might
- The Priest
- You don’t know
- Born in the 80s
- AYO TECHNOLOGY (in einer unglaublichen, dynamischen 9-Minuten-Fassung)
Danach gab es ein fantastisches Zugabenset, bei dem sich die ganze Band um ein einziges, sündteures Studio-Mikrofon versammelte, und eine Gänsehaut-Atmosphäre mit ihren perfekt arrangierten Unplugged-Versionen von:
- In my Pocket
- Launching ships
- Dreamers and renegades

ablieferten. Alles in allem war der Sound perfekt und angenehm. Die Bühnenkulisse war dominiert von mannshohen Lettern MILOW. Und das Licht wechselte zwichen poppig und Clubatmosphäre, dazu wurde der Künstler manchmal nur von 2 Bodenscheinwerfern angestrahlt. Sehr gelungen insgesamt. Mein 13-jähriger Sohn war sehr elektrisiert und absolut stolz, diesen Chartstürmer, der täglich bei MTV und Viva läuft, hautnah von der ersten Reihe aus, sehen zu dürfen. Na bitte, was will man mehr.
Der music-ivan.
21. Juli 2010
Einziges Konzert in Deutschland!

In die legendären Zeiten der italienischen Cantautori führt dieses Doppelgespann zurück: 1979 war es, als die beiden Rock- und Liedermacher-Stars vom Stiefel sich zusammentaten, um die „Banana Republic“ zu besingen. Beide hatten sie bereits in den 1960ern mit ihren kritischen Liedern zum Soundtrack der Studentenbewegung beigetragen. Der Bologneser Lucio Dalla ging dabei einen abenteuerlichen, wandlungsfähigen Weg vom Jazz über Soul hin zu Gesamtkunstwerken zwischen Musik und Theater.
In den Songs des Römers Francesco de Gregori stand von Beginn an eine ausgefeilte Lyrik im Mittelpunkt, was dem Begründer der „Scuola Romana“ den strahlenden Namen „Il Principe Poeta“ (Dichterprinz) eintrug. Ende des Jahrzehnts liefen die Stränge der beiden Liedermacher mit den markanten, dynamisch-kratzigen und ebenso seelenschmeichelnden Stimmen in einem ihrer erfolgreichsten Projekte zusammen: Die „Banana Republic“-Tour wurde in ganz Italien in den größten Hallen und Stadien als überragendes Gipfeltreffen gefeiert und von einem Album sowie einem Film begleitet. Doch die beiden Protagonisten gingen alsbald wieder konsequent getrennte Wege. Dalla wurde mit Alben wie „Cambio“ und „Canzoni“ Millionenseller, unternahm Ausflüge in Filmmusik und Klassik, de Gregori schrieb Songperlen wie „La Donna Cannone“, coverte Bob Dylan, arbeitete mit Zucchero. Nach drei Dekaden zelebrieren die beiden gereiften Herren ihre Reunion – und lassen schon mal selbstbewusst durchblicken, dass sie besser sind als vor 30 Jahren. Italien erlebte erste Konzerte mit großer Inbrunst. Auch bei uns wird sich die Bühne im Lichte ihrer Songs verwandeln: in einen romantischen Strand, eine neonbeleuchtete Pizzeria, eine politische Kundgebung. Dieses Konzert verspricht nicht mehr und nicht weniger als das sensationelle und völlig unerwartete Duo-Comeback zweier mediterraner Giganten zu werden.
Fr 23. Juli 2010 | 20 Uhr | € 45.- | Marktplatz Lörrach

14. Juli – 08. August 2010
Leidenschaft, die klingt!
13. Juli 2010
Jazz-Soul für den perfekten Sommerabend: JOSÉ JAMES
HipHop aus London: SPEECH DEBELLE
Bei panamesisch-irischen Wurzeln und einer Jugend in Brooklyn erwartet man eigentlich eine explosive Mischung – doch bei diesem Mann mit dem wunderbar smoothen Bariton geht es ganz sanft zu. José James fühlt sich seit seiner Jugend zwar dem HipHop und Soul verpflichtet, hat gleichzeitig jedoch eine tiefe Liebe zum Jazz entwickelt. Eine fast spirituelle Verbundenheit fühlt er zu John Coltrane, dessen Klänge er betextet hat, der sinnliche Charme seiner Songs steht dabei ganz klar in der Nachfolge eines Marvin Gaye. In seinen Arrangements hat er keine Berührungsängste mit der Breakbeat- und Drum’n’Bass-Kultur, die Komplexität seiner Poesie erinnert an Gill Scott-Heron, die Wärme seiner Stimme an Terry Callier. Und aus all diesen Wurzelsträngen kreiert er seine neuartige Black Art zwischen coolem Clubsound und jazzsouliger Songschmiede. „Ich dachte, solche Sänger existieren nicht mehr“, sagt sein Förderer, der berühmte britische DJ-Papst Gilles Peterson, „doch ich habe mich geirrt. José James erinnert uns daran, wieso wir Musik so sehr lieben.“
Nicht nur Gesang, auch Sprache kann Therapie sein – dies stellt die HipHopperin aus dem Süden Londons eindrücklich unter Beweis und bricht dabei mit sämtlichen Richtlinien der oft so rigiden Rap-Community. Mit einer tabulosen Zungenfertigkeit geht Speech Debelle vollmundig Themen an, die sich um den sozialen Mikrokosmos Londons ranken und dabei von Erfahrungen sprechen, die jeder kennt: Davongelaufene Väter und abtrünnige Liebhaber werden unter die Lupe genommen, auch eigene Verfehlungen nicht ausgespart, humorvoll, aber auch bitterernst. Als Reiseführerin dient eine Sprechstimme, die auf den ersten Höreindruck mädchenhaft klingen mag, aber mit 25 schon etliche Schichten Lebenserfahrung absorbiert hat. Gekennzeichnet sind Debelles Songs von ungewöhnlichen Arrangements: Da gesellen sich Klarinetten zu ihren quirligen Rhymes, ein federleichter Jazzbesen hantiert am Schlagzeug, ein lyrisches Cello und transparente Gitarrenmuster treten hinzu, die sämtlich auch in den Live-Shows zum Zuge kommen – unerhört für dieses Genre. Die Berliner Zeitung nennt Speech Debelle die „britische HipHop-Retterin“ und findet in ihrer Musik „Momente, die man so intim und offen zuletzt bei Lauryn Hill gehört“ hat. Und der Guardian jubelt: „ Ein ernstzunehmendes Talent“. Ihr Songwriting ist einzigartig verletzlich und kraftvoll zugleich.”
Sa 17. Juli 2010 | 20 Uhr | € 26.-/13.- (erm. für Kinder 6-12 Jahre) | CHF 39.-/19.50 (erm.) | |
Wenkenpark Riehen
www.josejamesmusic.com
www.speechdebelle.com

14. Juli – 08. August 2010
Leidenschaft, die klingt!
8. Juli 2010

Bundesjazzorchester spielt im Rahmen von „Frauengestalten“ auf den Passauer Europäischen Wochen
Bonn, 07.07.2010 – Unter der Leitung von Steffen Schorn präsentiert das Bundesjazzorchester am 11. Juli 2010 ab 18 Uhr das Programm „Women in Jazz“ in einem „Picknickkonzert“ im Rahmen der Festspiele „Europäische Wochen Passau“ auf Gut Aichet in Thyrnau (Nähe Passau). Mit den Gastsolistinnen Julia Hülsmann am Klavier und Meike Goosmann am Saxophon und an der Klarinette werden ausschließlich Kompositionen der beiden „Frauengestalten“ und ihrer Kollegin Efrat Alony zu Gehör gebracht. »»…bitte hier, ganzen Artikel weiterlesen »»
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