Kategorie-Archiv: Projekte

Ticketscript auf Awardkurs

Ticketscript ist Gewinner des Innovationspreis-IT

Berlin, 12.03.2012 – Ticketscript, europäischer Marktführer im Bereich Online-, Mobile- und Social Ticketing, wurde am Freitag zum Gewinner des INNOVATIONSPREIS-IT gekürt. Die IT-Lösung „Online, Mobile & Social Ticketing Tool“ wurde aus über 2.500 Einreichungen als beste in der Kategorie Branchensoftware gewählt. Die Preisverleihung des INNOVATIONSPREIS-IT 2012 fand am Freitag, den 9. März 2012, auf der CeBIT in Hannover statt. In den Niederlanden wurde ticketscript zudem für den Thuiswinkel (Online Shop) Award 2012 in der Kategorie Cross Border nominiert.

Bereits in 2008 erlangte ticketscript beim Accenture Innovation Award den 2. Platz und gehört seitdem regelmäßig zu den besten Einreichungen bei diversen Preisen. Den letzten Erfolg verzeichnete Ticketscript im November 2011 mit der Nominierung für den UK Event Award und erreichte die Top 5.

Innovationspreis-IT

Zum bereits 9. Mal wurde der INNOVATIONSPREIS-IT dieses Jahr verliehen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die Unternehmen, sondern deren Produkte und Dienstleistungen. Ausschlaggebende Kriterien für die Entscheidung der Jury sind unter anderem der Innovationsgehalt (Neuheit, Produktreife und Zukunftsorientierung), der Nutzen (erkennbarer Nutzen, Auswirkung auf Profitabilität, Effizienzsteigerung) und die Mittelstandseignung (Relevanz für KMU, Praktikabilität, Implementierung).

„Wir freuen uns ganz besonders, dass wir zu den Gewinnern des INNOVATIONSPREIS-IT gehören. Innovation stand und steht für uns immer im Vordergrund. Mit unserer Online, Mobile & Social Ticketing Lösung stellen wir Veranstaltern eine der wenigen wirklich zeitgemäßen Lösungen auf dem Markt bereit.“, so Frans Jonker, Founder und CEO von ticketscript.

Für über 30.000 Veranstatungen stellt ticketscript bereits einen Plug-and-Play-Ticketshop zur Verfügung, welcher Veranstaltern & Artists den Verkauf und die Promotion ihrer Events online, über Mobiltelefone und über Facebook ermöglicht. Die Web-Applikation ermöglicht die Ausgabe von Online- und Mobile-Tickets und bietet ferner Zugang zu einer mobilen Event-App.

Cross Border E-Commerce Award – Thuiswinkel Award 2012

Der  Gewinner des Niederländischen Cross Border – Thuiswinkel Award (Online Shopping Award) 2012 wird am 29. März 2012 gewählt. Die Auszeichnung wird an den Online-Shop gehen, welcher am erfolgreichsten in mehreren EU-Ländern ist. Ebenfalls nominiert sind: Transavia, Thuisbezorgd & Intrastores. Der Sieger wird der holländische Delegierte für den Global E-commerce Summit in Barcelona im Juni 2012 sein. „Wir sind sehr stolz auf diese Nominierung, weil sie unseren internationalen Erfolg anerkennt.“, so  Frans Jonker. Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und verfügt, neben der Hauptgeschäftsstelle in Amsterdam, über Niederlassungen in London, Manchester, Barcelona, Berlin, Düsseldorf und Antwerpen. Ticketscript ist unter anderem im Bereich Musikveranstaltungen, Konzerte, Festivals, Messen, Ausstellungen und Sportveranstaltungen aktiv. Einige Beispiele an Marken, Veranstaltungen und Locations, mit denen ticketscript zusammenarbeitet, sind Hed Kandi, PollerWiesen, MTV & die European Hockey League.

Schott Music und scorio präsentieren neue Musik-App: Schott Pluscore Sing-Along

Innovative Musik-App für Sänger und Opernfreunde erscheint zur Musikmesse 2012

(Frankfurt/März 2012) Schott Music und scorio stellen auf der Musikmesse 2012 die gemeinsam entwickelte App „Schott Pluscore Sing-Along“ für das iPad vor. Die App ist eine Kombination aus
Notenausgabe und Audio. Sie bietet Sängern und Musikliebhabern erstmals einen interaktiven Zugang zu bekannten Opernarien und weiterem Gesangsrepertoire. Der Nutzer kann die Noten auf dem iPad lesen und gleichzeitig eine Aufnahme des Stückes hören. Ein Taktcursor unterstützt bei der Lektüre der Partitur. Dabei sind Tempo und Tonart beliebig veränderbar. Jedes Stück kann transponiert werden; einzelne Stimmen bzw. Tonspuren lassen sich ein- und ausschalten. Außerdem ist es möglich, eigene Interpretationen aufzunehmen und abzuspielen.

Die Entwicklung der App ist für den Musikverlag Schott Music und das Notensatzportal scorio der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit. „Entwicklergeist, Sachverstand und die Liebe zur Musik verbinden unsere beiden Unternehmen. Gemeinsam möchten wir neue Märkte und Vertriebswege zur Verbreitung von digitalen Musiknoten erschließen“, erklärt Johannes Feulner, Gründer und Geschäftsführer von scorio. „Mit unserer Schott Pluscore App erfinden wir die Notenausgabe neu. Unser Partner scorio unterstützt uns dabei, unsere Noten multimedial aufzubereiten und an die neuesten technischen Entwicklungen anzupassen“, sagt Dr. Peter Hanser-Strecker, Verleger und geschäftsführender Gesellschafter von Schott Music.

Die Schott Pluscore App Sing-Along wird im April im AppStore von Apple erhältlich sein. Weitere Pluscore Apps für Soloinstrumente sind in Planung. Ergänzende Informationen finden Sie unter www.schottmusic.com/pluscore und unter www.scorio.com.

I-Motion wählt ticketscript als exklusiven Ticketing-Partner im Bereich Online-Ticketing

Berlin, 25. Mai 2011 – Ticketscript hat mit I-Motion, Deutschlands führendem Festivalveranstalter im Bereich der elektronischen Musik, für die kommenden Jahre einen exklusiven und langfristigen Kooperationsvertrag geschlossen: Auf den eigenen Event-Websites und den Facebook-Auftritten der Veranstaltungen können Eintrittskarten künftig direkt als bequeme Print@Home-Tickets über die ticketscript-Software erworben werden.

Im Rahmen der Partnerschaft wird ticketscript exklusiver Partner für den Bereich Online-Ticketing und übernimmt sowohl die gesamte Kaufabwicklung, als auch die Besucher-Registrierung, Ticketausstellung und Abrechnung für den Veranstalter.

I-Motion sieht insbesondere im eigenen Facebook-Ticketshop einen neuen Vertriebsweg mit enormem Potenzial: „Durch die Kooperation mit ticketscript haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Social Media getan. Für uns steht außer Frage, dass Facebook einen wichtigen Verkaufskanal für die Zukunft darstellt“, so Nikolaus Schär, Gründer und Geschäftsführer der I-Motion GmbH.

Über die zusätzliche Standardintegration von Social Plugins zur Bewerbung von Events, haben Ticketkäufer die Möglichkeit, Ihr gesamtes Netzwerk mit nur einem Mausklick über Ihre Teilnahme an einem Event zu informieren.

„Wir freuen uns, dass die langjährige Zusammenarbeit mit I-Motion auf diesem Wege weiter gefestigt wird“, so Marco Meijer, Group Sales Director/CCO, ticketscript. „Unser Service wurde in den vergangenen Jahren von I-Motion bereits für viele Events erfolgreich genutzt. Wir bedanken uns für das Vertrauen und freuen uns auf die künftige exklusive Zusammenarbeit.“

Die beliebten E-Tickets werden somit erneut für alle kommenden I-Motion-Events, wie beispielsweise für die Ruhr-in-Love (25.06.2011 / Olgapark, Oberhausen) und die NATURE ONE (05. – 07.08.2011 / Raketenbasis Pydna, Kastellaun), erhältlich sein.

jam2gether – not alone

Community for artists, musicians and friends

Eine neue Generation Musik-Community ist online – www.jam2gether.de

Mit dem Ziel eine neuartige Plattform für Musiker zu schaffen, haben die beiden Jungunternehmer Andreas Reich und Tim Schöllkopf mit etwas Unterstützung das Projekt jam2gether nach über einem Jahr Arbeit im September vollendet und ab jetzt für deutschsprachige Benutzer zur Verfügung gestellt. Ausgangspunkt der Idee war es, Musikern das gemeinsame Musizieren zu ermöglichen, ohne zur gleichen Zeit am selben Ort sein zu müssen.

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Die neue Musik-Community www.jam2gether.de ist eine Plattform für Musiker und Musikinteressierte aus aller Welt. Das Portal bietet seinen Nutzern das einzigartige Angebot Lieder zusammen zu kreieren, sich in gemeinsamen Projekten zu verwirklichen und sich damit als Künstler im Internet zu präsentieren.

jam2gether bedeutet zusammen über das Internet Musik machen!

Über ein speziell entwickeltes „Sharing-System“ können Musiker und Hobbymusiker neue Lieder einstellen oder bestehende Lieder erweitern – ein musikalischer Kettenbrief entsteht. Der Kreativität eines jeden Nutzers sind dabei keine Grenzen gesetzt, Spaß steht dabei an erster Stelle. Die einzige Voraussetzung ist ein Internetanschluss und die Möglichkeit sein musikalisches Können auf den Computer zu übertragen.

Jam2gether
… not alone!

RoseS – heiße Schülerinnen geben Gas!

RoseS – Die Girlband
der Anton-Seitz-Schule

Heart On Fire“ heißt die aktuelle CD der Girlgroup RoseS der Anton-Seitz-Hauptschule aus Roth. Sie bestehen seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 und wurde durch einen Gesangswettbewerb zusammengestellt. Die Band besteht aus insgesamt 7 Mädchen der sechsten bis neunten klasse der Hauptschule. Fünf davon sind fest in der Band:

RoseS

RoseS – Die Girlband

  • Tatiana (Italien, 13)
  • Valerie (Dominikanische Republik, 12)
  • Franziska (14)
  • Jennifer (12)
  • Vanessa (15)
  • Maike (Gastsängerin, 13)
  • Jasmin (Gastsängerin, 13)

Die Bandgeschichte von „RoseS“ begann 2006 mit einer Besetzung, die neben vielen schönen Auftritten (z.B. Blaue Nacht, Fürth-Festival) v. a. das Nordbayrische Finale des Emergenza-Wettbewerbs erreichen konnte und somit mit 2 Gigs im vollen „Hirsch“ vor hunderten Zuschauern spielen konnten.

Mit der neuen CD möchte die Schulband an diese Erfolge anknüpfen.

RoseS Live

RoseS Live

Die Songs der mittlerweile 2. CD wurden vom Leiter der Schulband Gerald Klimanek (Hauptschullehrer, 40) getextet und komponiert. „Heart On Fire“ soll vor allem Jugendliche, Schülerinnen und Schüler ansprechen. Deswegen gibt es die CD auch für kostengünstige 2 Euro über die Anton-Seitz-Schule und die bandeigene Homepage: www.roses-roth.de

Besuchen Sie die Homepage, hören Sie sich die Lieder an, schreiben Sie ins Gästebuch, fragen Sie nach Autogrammen, bestellen Sie die CD:

www.roses-roth.de

RoseS Autogramme

RoseS schreiben gerne Autogramme für die vielen Fans

Frauen gestalten Jazz

Bundesjazzorchester spielt im Rahmen von „Frauengestalten“ auf den Passauer Europäischen Wochen

Bonn, 07.07.2010 – Unter der Leitung von Steffen Schorn präsentiert das Bundesjazzorchester am 11. Juli 2010 ab 18 Uhr das Programm „Women in Jazz“ in einem „Picknickkonzert“ im Rahmen der Festspiele „Europäische Wochen Passau“ auf Gut Aichet in Thyrnau (Nähe Passau). Mit den Gastsolistinnen Julia Hülsmann am Klavier und Meike Goosmann am Saxophon und an der Klarinette werden ausschließlich Kompositionen der beiden „Frauengestalten“ und ihrer Kollegin Efrat Alony zu Gehör gebracht. Weiterlesen

“The answer is Yes” Rocklegende Sting wird Mitglied im Kuratorium des Bundesjugendorchesters

Zwei Konzerte genügten, eine weltweit bekannte Rocklegende vom deutschen Klassik- Nachwuchs zu überzeugen: „Your are all great artists“, schrieb Gordon Matthew Sumner, alias Sting, ins Gästebuch des Orchesters nach zwei ausverkauften und umjubelten Konzerten im Rahmen der Movimentos Festwochen in Wolfsburg. Die Aktivitäten zur Errichtung einer Stiftung für das Bundesjugendorchester wird Sting ab sofort im Kuratorium unterstützen: „The answer is Yes“, war die spontane Reaktion des Musikers auf Weiterlesen

DooLoad: „Wir helfen Afrika!“

DooLoad: „Wir helfen Afrika!“
Berlin 27.05.2010

Unter diesem Motto und im Rahmen des gleichnamigen Projektes, wurde der offizielle Projekt-Song „Shine a Light“ von Maggy & Chriss zu Fundraising-Zwecken geschrieben. Hintergrund ist, dass das „Wir-Helfen-Afrika“-Hilfsprojekt im Vorfeld und im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Spenden für die Operation von zahlreichen afrikanischen Kindern sammelt. Weiterlesen

Endspurt für die Bewerber um den BMW Group Award für Interkulturelles Engagement!

Internationale Expertenjury wählt ab 31. Mai die besten Ideen aus.

München. Der Einsendeschluss für den BMW Group Award für Interkulturelles Engagement rückt näher: Bis zum 31. Mai 2010 haben Bewerber aus aller Welt noch die Gelegenheit, ihre Ideen für ein interkulturelles Miteinander einzureichen. Die drei besten Projektvorhaben werden am 18. November in München ausgezeichnet. Damit sichern sich die Preisträger neben einem Geldpreis ein Jahr lang die partnerschaftliche Unterstützung Weiterlesen

Václav Drábek (Prag) Jugend und E-Musik

10.04.2000

Aus der Tschechischen Republik erhalten wir einen Bericht über das Verhalten Jugendlicher gegenüber E-Musik, den wir unseren Lesern gerne zur Kenntnis geben wollen. Interessant wären Forschungsberichte zu diesem Thema auch aus anderen Regionen Europas, die wir in dieser Rubrik veröffentlichen möchten.

Jugend und E-Musik

Ästhetische, psychologische und soziologische Aspekte der Haltung von Jugendlichen zur Tonkunst

Die Frage, was Kinder und Jugendliche von heute anhören und wie sie sich musikalisch verhalten, zählt zu den Schlüsselproblemen der Musikpädagogik. Unsere Untersuchung versucht, einige Zusammenhänge zu enthüllen. Unser Hauptziel dabei war, die Qualität ästhetischer Erlebnisse von Jugendlichen gegenüber ernster Musik festzustellen.
Es handelte sich vor allem um die Beantwortung folgender Fragen:

In welchem Maße hat die Explosion der Rock-Musik mit allen ihren Besonderheiten und Begleiterscheinungen das Verständnis für ernste Musik bei der Jugend beeinflusst, ihre Haltung zur Musik im allgemeinen und zur schulischen Musikerziehung im besonderen?

Testverfahren

Das angeführte Ziel erforderte methodisch eine Kombination psychologischer und soziologischer Vorgehensweisen, konkret die Anwendung eines „Phonotests“ (Klingender Fragebogen) mit Bewertungsskalen eines semantischen Differentials in Verbindung mit einem Fragebogen sowie mit Beobachtungen und Gesprächen. Im Hinblick auf die Ergebnisse früherer Untersuchungen gehen wir davon aus, dass der Vergleich der beiden Untersuchungen statistisch signifikante Ergebnisse hinsichtlich der oben aufgeworfenen Fragen erbringt. Die erste Untersuchung wurde im Jahr 1981 in Pardubice durchgeführt, die zweite im Jahr 1994 in Prag. Beide fanden im Rahmen des Musikunterrichts an Hauptschulen statt. ?

Untersuchung I (1981) Pardubice
Untersuchung II (1994) Prag
Alter
Gesamtzahl
Knaben
Mädchen
Alter
Gesamtzahll
Knaben
Mädchen
13
88
50
38
14
80
35
45
14
70
33
37
15
55
30
25
15
17
12
5
16
40
20
20
Gesamt
175
95
80
Gesamt
175
85
90

Tab. 1: Überblick über die Teilnehmer

Auswertung des Fragebogens

Als häufigste Quelle für das Anhören von Musik führen in beiden Fällen über 60 % der Befragten das Tonband, 20 % den Rundfunk, 12 % ein Grammophon und nur 5 % das Fernsehen an. Andere als mediale Kontakte mit Musik (Besuch von Konzerten, Aktivität in Musikensembles) führten in den beiden Untersuchungen nur 20 % der Schüler an. Auf diese Weise wird eindeutig die Bindung der Teenager an die Massenkommunikationsmittel bestätigt, insbesondere der starke Einfluss der Börse von Tonbandaufnahmen unter Altersgenossen. Die Musikprogramme aus Rundfunk und Fernsehen unterliegen einer kritischen Auswahl der Jugendlichen im Hinblick auf die Präferenz bestimmter Gruppen und Sänger.

In der Rangfolge der Genre-Präferenzen steht Rockmusik an erster Stelle; sie wurde in der ersten sowie auch in der zweiten Untersuchung von nahezu 70 % der Schüler angeführt. An zweiter Stelle stehen Popmusik, Country und Folk mit 15 % der Stimmen in der ersten und 20 % in der zweiten Untersuchung. Den dritten Platz nimmt traditioneller Jazz ein. Zu ihm bekannten sich im Jahre 1981 9 %, im Jahr 1994 5 % der Schüler. Interesse für ernste Musik führten im Jahr 1981 15 % an, 1994 nur noch 10 %. Ebenso viele Schüler hören gelegentlich ernste Musik, geben aber anderen Genres den Vorzug.

Interessant ist das Ergebnis in Bezug auf die Haltung von Teenagern zum Gegenstand der Musikerziehung. Eine positive Haltung steht in beiden Untersuchungen völlig ausser Zweifel. Nur 10 von 175 Schülern, d. h. 5,72 % hielt im Jahr 1981 die Musikerziehung an Schulen für überflüssig, im Jahr 1994 niemand.

1.

J. Bach: Badinerie aus der Suite h-Moll, BWV 1067

2.

J. Haydn: Andante cantabile, Streichquartett F-Dur „Serenate“ Hob. III/17, 2. Satz

3.

G. Gershwin: Rhapsody in Blue – Einleitung

4.

S. Prokofjew: Symphonie Nr. 1 D-Dur „Klassische“ (1. Allegro)

5.

R. Schumann – V Hybš: Träumerei. Text Z. Borovec, Gesang K. Gott (M. P. Mussorgski: Das grosse Tor von Kiew – Orchesterfassung)

6.

S. Prokofjew: Tybalds Tod (Romeo und Julia, Suite Nr. 1)

7.

R. Schumann: Träumerei (Kindersszenen) – Klavier (M. P. Mussorgski – I.. Tomita: Das grosse Tor von Kiew – Synthesizer)

8.

G. F. Händel: Feuerwerksmusik – Ouverture

9.

A. Ch. Adam: Der Postillion von Lonjumeau, Gesang N. Gedda (G. Verdi: Troubadour „Di quella pira“, Gesang P. Domingo)

10.

A. Dvorák: Tschechische Suite-Finale. Der Furiant (Ende)

Tab. 2: Reihenfolge der Darbietung der musikalischen Beispiele
Zur Beurteilung wurden 11 fünfstufige Skalen benutzt, die der schulischen Notengebung entsprechen, allerdings in umgekehrter Reihung (die höchste Note 5, die niedrigste 1). Der Mittelwert (3) bedeutet eine neutrale Bewertung, d. h. Unentschlossenheit, Unsicherheit der Beurteilenden.

1. bekannt
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
ungewohnt
2. lebhaft
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
schleppend
3. unmelodisch
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
melodisch
4. einfach
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
kompliziert
5. farbig
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
blass
6. unangenehm
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
angenehm
7. beruhigend
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
erregend
8. schlecht
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
gut
9. rhythmisch
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
unrhythmisch
10. langweilig
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
interessant
11. geordnet
lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft lebhaft
ungeordnet

Tab. 3: Fünfstufige Skalen

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung der erhobenen Daten wurde im Computer-Zentrum der Pädagogischen Hochschule in Hradec Králové durchgeführt. Für jede Vpn wurde ein Mittelwert aller zehn Beispiele berechnet. Die Ergebnisse wurden dann aufgrund der Ähnlichkeit der Beurteilungskriterien in Gruppen eingeteilt (1). Für jedes Beispiel wurde dann die Gruppenbewertung einem Chi-Quadrat-Test unterzogen, der auch für die Überprüfung der Untersuchungshypothesen eingesetzt wurde.

Ergebnisse des Phonotests

Ungeachtet des Abstands von vierzehn Jahren zeigen beide Untersuchungen bis auf zwei Ausnahmen große Übereinstimmung in der Beurteilung der Musikbeispiele. In der Reihenfolge der Beliebtheit nach den Skalen gut – schlecht, angenehm – unangenehm nahmen in beiden Fällen die beiden ersten Positionen Bachs „Badinerie“ und Prokofjews „Symphonie classique“ ein, den sechsten Platz Haydns „Andante cantabile“, die beiden letzten Plätze „Tybalds Tod“ und die „Rhapsody in Blue“ (siehe Tabelle 4).

Untersuchung I
Punkte
Untersuchung II
Punkte
Bach: Badinerie
261
Bach: Badinerie
296
Prokofjew: Klassische
242
Prokofjew: Klassische
216
Schumann: Träumerei (pop)
230
Mussorgski: Grosses Tor (Synthesizerfassung)
184
Händel: Feuerwerksmusik
223
Mussorgski: Grosses Tor (Orchesterfassung)
178
Dvorák: Der Furiant
222
Verdi: Troubadour
168
Haydn: Andante cantabile
220
Haydn: Andante cantabile
160
Schumann: Träumerei (Klav.)
182
Händel: Feuerwerksmusik
128
Adam: Postill. v. Lonjumeau
-22
Dvorák: Der Furiant
104
Prokofjew: Tybalds Tod
-42
Prokofjew: Tybalds Tod
32
Gershwin: Rhapsody in Blue
-48
Gershwin: Rhapsody in Blue
-24

Tab. 4: Beliebtheit der Beispiele aufgrund der Gesamtbewertung

Die Bewertung weist drei verschiedene Kategorien auf: a) Beispiele, die im Hinblick auf die Kumulation ihrer positiv beurteilten Eigenschaften (optimistischer Ausdruck, überschaubare Form, ausgeprägte Melodik und Rhythmik, stabiles Metrum) spontan positiv aufgenommen werden; b) Beispiele, die wegen des Einflusses einzelner Parameter mit gewissen Vorbehalten aufgenommen werden (Schumann: „Träumerei“ – geringe Ausgeprägtheit der rhythmischen Komponente, langsames Tempo, blasse Farben des Klaviers, melancholischer Ausdruck; Adam: „Der Postillion von Lonjumeau“ – Vorbehalte gegen die gesangliche Äusserung des Solisten, geschulte Stimme); c) Beispiele, die eindeutig abgelehnt werden (Nr. 9, 10). Beide Beispiele sind der Musik des 20. Jahrhunderts zugehörig. Gershwin ist für die im Jazz nicht orientierten Zuhörer strukturell kompliziert (unüberschaubar), die häufigen Veränderungen von Tempo und Metrum rufen den Eindruck einer Improvisation hervor („Es kam mir vor, als ob jemand zu spielen beginnt, sich dann sagt, es geht ihm nicht von der Hand, und der dann etwas anderes zu spielen beginnt“ – eine Schülerin der 8. Klasse). In dieser Hinsicht ist Prokofjew mit seiner Motorik das krasse Gegenteil, einige auffallenden Dissonanzen in der Melodie setzen ihn jedoch deutlicher Ablehnung aus.

Überraschend war in der zweiten Untersuchung die sehr positive Bewertung der orchestralen Version des „Grossen Tor von Kiew“, obwohl das offenkundige Pathos sonst von Jugendlichen dieses Alters eher abgelehnt wird. Deshalb hatten wir die Synthesizerfassung aufgenommen, weil wir annahmen, dass sie für die Jugend akzeptabler ist, und zwar sowohl wegen des Sound als auch wegen ihres weniger pathetischen Klangs. Diese Version erhielt dann auch die höchste Punktsumme.

Noch überraschender war die sehr positive Beurteilung des Opernbeispiels (Verdi: „Troubadour“, Stretta des Manrico „Lodern zum Himmel…“). Als wir vierzehn Jahre früher an seine Stelle die Arie Chapelous aus Adams Oper „Der Postillion von Lonjumeau“ einsetzten, wurde dies Beispiel sehr negativ aufgenommen. Die Ablehnung rief damals ein einziger Faktor hervor: die Ausdrucksweise der bel canto-Stimme, die mit den ästhetischen Idealen vokaler Interpretation der Popmusik unvereinbar war. Nur ein Viertel der Schüler, das sich fast ausschliesslich aus Anhängern ernster Musik zusammensetzte, fand eine positive Haltung zu dem Beispiel. Das zeigte, dass die Stimmästhetik der Oper vom Gesichtspunkt der „Song-Generation“ eher gekünstelt empfunden wird. Umso ermutigender ist die derzeitige Akzeptanz des Opernbeispiels (Stretta Manricos). Auch wenn es sich wohl um einen vorübergehenden Erfolg handelt, hervorgerufen durch die massive Fernsehwerbung der Konzerte der drei Star-Tenöre (33 % der Probanden führten als Interpreten des Beispiels L. Pavarotti an), ist dies dennoch ein überzeugender Beweis dafür, wie die Massenmedien zur Steigerung der Akzeptanz und zur Geschmacksbildung beitragen können, und dies nicht nur in der jungen Generation.

Pädagogische Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse zeigen, dass sich in der Tschechischen Republik die Einstellung der Jugend zur Musik in den letzten vierzehn Jahren nicht wesentlich verändert hat, sowohl was die Präferenzen als auch was die Wertungen konkreter Musikausschnitte betrifft. Die apperzeptive Kapazität der Schüler bleibt auf dem Niveau „des Kodes der geläufigen Musiksprache“ (Vitányi), was bedeutet, dass der Sinn für Melodie und Tonalität, für einfache Harmonie und Musikstruktur auch weiterhin die Grundlage des Musikempfindens der jungen Generation bleibt. Die Untersuchung hat ferner gezeigt, dass Musikhören bis heute nicht völlig in die schöpferischen und ästhetischen Aktivitäten integriert ist. Was am meisten fehlt, ist die Betätigung von multisensorischen Aktivitäten, die bei der Bildung von Musikvorstellungen einbezogen werden (Gesang, Improvisation, Bewegung usw.).

Die Überwindung der Stagnation in der Musikrezeption erfordert die Durchsetzung einer Konzeption, die nicht nur „vom Volkslied zur Symphonie“ fortschreitet, sondern auf der universalen Musikauffassung als organisiertem Klang aufbaut. So kann auch mit guter Rockmusik gearbeitet werden, von der direkte Verbindungen zur gegenwärtigen ernsten Musik, zum Jazz und zu anderen Genres führen.

Anmerkungen

1) Vgl. Jost, E.: Sozialpsychologische Faktoren der Popmusik-Rezeption. Mainz 1976