04.04.2000

 

Wäre Sibelius das erste professionelle Notensatzprogramm auf dem Markt, würde es sicherlich Furore machen - durch sein innovatives und anwenderfreundliches Konzept. So muss es aber unter anderem gegen das soeben erschienene Coda Finale 2000 antreten.
Finale ist seit etwa einem Jahrzehnt das am meisten verwendetste Notensatzprogramm auf dem europäischen Markt und verfügt durch den langjährigen Erfahrungsvorsprung über ein ausgefeiltes Konzept - allerdings auch mit Schwachpunkten.
Das nur vorweg, denn ein Testbericht über Sibelius muss zwangsläufig einer Gegenüberstellung standhalten - aber, um es gleich zu verraten, Sibelius stellt eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Finale 2000 dar.

Diesen Testbericht schreibe ich aus der Warte des Jazzmusikers und Musiklehrers, klassische und zeitgenössische Musik ist nicht so sehr mein Ressort, trotzdem werde ich versuchen, auf die Belange der ernsten" Musik einzugehen.
Getestet habe ich Sibelius auf einem Macintosh Power PC 7200 mit 16 MB Ram und 90 MHZ, also einem relativ alten und langsamen Rechner. Ganz so schnell wie im Handbuch beschrieben bauen sich die Seiten zwar nicht auf , das dürfte aber mit der neuen Generation von Rechnern kein Problem sein.

Sibelius kostet in der normalen Version DM 1399.- in der Schulversion ca. DM 799.-
5er Lizenzen sind entsprechend billiger.
Finale in der normalen Version DM 1200.- in der Schulversion DM 700.-
Auch hier werden 5er Lizenzen billiger sein.