Hinweise und Tipps für Lehrer

Zu I)

Geburtsjahr: 1824

Epoche der Romantik

Bild 1) Hugo Wolf 1860-1903, Liederkomponist und glühender Verehrer von Bruckner

Bild 2) Richard Wagner 1813-1883, Opernkomponist - von Bruckner "vergöttert"

Bild 3) Gustav Mahler 1860-1911, Sinfoniker, "kritischer Schüler" von Bruckner

Bild 4) Bruckner

Bild 5) Johannes Brahms 1833-1897, Komponist, hielt ursprünglich nichts von der Musik Bruckners (erst später erkannte er manche Werke an)

Erfahrungen: Besonders Brahms, Wagner und Mahler werden auf den hier vorliegenden Bildern als "Genies erkannt".

 

Zu II)


Bsp. 1) 2. Sinfonie, 4.Satz, J. Brahms

Bsp. 2) 8. Sinfonie, 4.Satz, A. Dvorak

Bsp. 3) 8. Sinfonie, 4.Satz, A. Bruckner

Intentionen:
Der Anfang des Schlusssatzes der Achten von Bruckner ist als "Verfremdungseffekt" hier gedacht - mit seiner martialisch-marschartigen Wucht erkennen die Schüler den ihnen bisher Vorgestellten nicht wieder. Dvorak und Brahms klingen hier demgegenüber "harmlos und bescheiden". Viele Schüler "erkennen" im Brahmsbeispiel Bruckner als Komponisten. Einzelne aber meinten auch, dass ja Bruckner im Leben so viel Schwierigkeiten hatte, dass er das wohl in seiner Musik "kompensiert" haben könnte - und identifizieren damit das richtige Beispiel.

Zu VI)

Trotz seines Kummers mit fehlender Anerkennung, mit Krankheiten und mit Frauen...

Bsp.1: 4. Sinfonie, 1.Satz, J. Brahms

Bsp.2: Don Juan, Tondichtung, R. Strauss

Bsp.3: Das Lied von der Erde, 1. Satz, G. Mahler

Bsp.4: 7.Sinfonie, 1. Satz, A. Bruckner

Auch diese Beispiele wurden gewählt um zu verdeutlichen und zu kontrastieren. Man hätte ja auch die Zweite von Brahms, die Neunte von Mahler und die Alpensinfonie von Strauss wählen können, die ebenso allmählich anwachsen - nur dass bei Bruckner diese tremolierenden, "schleierlüftenden" Aus-dem-Nichts-Anfänge eben ein Merkmal aller Sinfonien (mit Einschränkung auch der achten) sind.

 

Zu VII)

Musikalische Mittel der Steigerung:

a) der marschierende Pizzikato-Achtel-Bass/walking bass erzeugt - wie auch die Leitton-Triller der Violinen - Erwartungshaltung.

b) Demgegenüber steht das getragene Thema mit Halben,Vierteln (und Achteln) als Notenwerten und künstlich eingeführten (modulierenden) Leittönen.

c) Dieses Thema wird verkürzt/motivisch gespalten

d) Die Steigerung verläuft wellenartig - nach einem Anstieg in Tonhöhe und Dynamik werden diese dann wieder etwas zurückgenommen (=Atemanalogie).

e) Zur Verstärkung der Höhepunktwirkung setzt Bruckner Konfliktrhythmen (Sechstolen gegen Achtel und synkopische Achtel) Blechbläser und Pauken ein.

 

Zu VIII)

Bsp. 1: Trio/"Ländler" aus der 4. Sinfonie

Bsp. 2: Scherzo aus der 4. Sinfonie

Bsp. 3: Scherzo aus der 9. Sinfonie

da capo