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Vorüberlegung
Anregung
zu dieser Unterrichtseinheit gab der Artikel "Lehren und Lernen im Schatten
von Konflikten" von Matthias Harnitz in der Ausgabe 3/2000 von Musik und
Bildung (1). Darin wird über
die Diskrepanz zwischen Interessen der Schüler an verschiedenen Musikrichtungen
sowie deren bevorzugten musikalischen Umgangsweisen und dem diesbezüglichen
Angebot des Musikunterrichts berichtet.
Sicherlich handelt es sich nur um eine explorative und nicht repräsentative
empirische Untersuchung, doch die Ergebnisse geben zumindest Tendenzen
an, die nicht nur für das Gymnasium gelten, sondern auch für andere Schultypen
wie Grund-, Haupt- und Realschulen. Diese sind erschreckend und aufrüttelnd.
Betrachtet man den hohen Stellenwert, den die Musik schon allein auf Grund
der Hörzeiten (2) im Leben
der Schüler einnimmt, so stimmt es umso nachdenklicher, welch geringe
Rolle der Musikunterricht spielt. Die Gründe wurden in dem bereits erwähntem
Artikel von Harnitz dargelegt und seien hier kurz nochmals zusammengefasst:
das Angebot des Musikunterrichts ist zu wenig pluralistisch und sehr stark
auf Klassik ausgerichtet, während andere Stilrichtungen stiefmütterlich
behandelt werden. Die Umgangsweisen mit Musik sind andererseits zu analytisch,
d. h. der emotionale, motorische und praktische Zugang kommt zu kurz.
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