Ablauf

Im Folgenden werden verschiedene Möglichkeiten eines Stundenablaufs skizziert. Zugrunde liegt ein "Baukastenprinzip", d. h., man kann einzelne Teile je nach Situation weglassen.

Um der oben eingeforderten Emotionalität Rechnung zu tragen, wird mit einer Phantasiereise begonnen.

Unmittelbar aus der Phantasiereise heraus wird nun mit einem kleinen "warming-up" (Entwicklung der Motorik) begonnen. Die Augen bleiben noch geschlossen und der Lehrer beginnt mit dem Rhythmus:

Grundschlag - Füße re-li in Viertel
Aufbau einer viertaktigen Rhythmus-Pyramide (jeweils taktweise: Klatschen in Ganzen - Patschen in Halben re-li - auf Bauch schlagen in Vierteln: re-li-re-li - Handrücken Achtel)
wird die Abfolge von allen SchülerInnen mühelos bewältigt, führt man nun diese Aktion im Gehen zur Original-Aufnahme aus.

Der Schlagzeug-Rhythmus wird mit Hilfe von Silben erarbeitet.

Bass-Snare: Bum/tschap
Hihat: digi digi
Guiro: Patschen auf den Oberschenkeln: li re li re-li-re
Üben zu Playback in verschiedenen Gruppen: wir wechseln alle 4 Takte
Übertragung des Rhythmus auf Instrumente (Drums und Guiro).

Erarbeitung des Bass-Ostinato:

Bass-Ostinato (M. 3/Bass, 4. Notenzeile) auf verschiedenen Instrumenten (Xylophone/E-Bass) spielen, der Lehrer stützt am besten akkordisch am Klavier
Spielen des Ostinatos zum (transponierten) Original oder zum Playback
Hinzunahme von weiteren Melodien (einfache Version) - durch Glockenspiele, Metallophone und weitere Melodieinstrumente, die von den SchülerInnen der Klasse gespielt werden können

Entwicklung einer eigenen Gegenstimme

Je nach musiktheoretischem Kenntnisstand der Lerngruppe, wird nun eine einfache Melodie entwickelt. Dazu sollen zunächst in der Zeile "Akkorde" die Dreiklänge über dem jeweiligen Grundton erstellt werden. Aus den Dreiklangstönen bilden die SchülerInnen einfache Melodien, die sie selbst spielen können. Es bietet sich an, diese Phase in Partner- oder Gruppenarbeit durchführen zu lassen. Die einzelnen Ergebnisse werden vorgestellt und bei Bedarf korrigiert.