![]() |
|
Grundsätzliche Vorüberlegungen zur Werbestrategie 1992 hat die Deutsche Bundesbahn mit einem Werbespot für den neuen ICE geworben. Welche Überlegungen hat die Werbeagentur damals wahrscheinlich angestellt? Sie hat mögliche Argumente zusammengestellt, etwa: Im Vergleich mit Auto und Flugzeug hat der ICE folgendeVorteile:
Wichtiger als Argumente sind bei der Werbung aber nichtrationale Botschaften. Entscheidungen werden nämlich nur zum Teil rational gefällt, zum größeren Teil aufgrund vorbewußter Einstellungen und Verhaltensmuster. Das kennt man aus dem alltäglichen Leben: Wenn man jemand zu etwas bringen will, geht man nicht direkt aufs Ziel zu, fällt nicht mit der Tür ins Haus, sondern
Die eigentliche Werbung wird 'versteckt'. Im Vordergrund stehen Suggestionsmittel. Die Produktinformation darf zwar nicht fehlen, bleibt aber eher unauffällig. Verführung funktioniert am besten "geheim". Das wichtigste Moment der Werbung ist der Aufbau eines Produktimages. Mit dem Produkt werden Glücksversprechen und Identifikationsangebote gemacht ("Wenn du dieses Produkt kaufst, hast du dieses oder jenes Problem nicht mehr, dann gehörst du dazu, bist ein junger dynamischer, moderner Mensch usw."). Um die Wirkung zu optimieren, muß eine genaue Einstellung auf bestimmte Zielgruppen vorgenommen werden. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen nach solchen Gesichtspunkten skizzenhaft eine Werbestrategie für den ICE. Dieser Versuch kann sehr umrißhaft bleiben. Er hat in der Hauptsache die Funktion, auf die professionelle Lösung gespannt zu machen und Beobachtungs- bzw. Deutungskategorien bereitzustellen. |