Der Film

Vorgeschichte

Die Wurzeln der Star Wars-Geschichte


 

Star Wars

Der überwältigende finanzielle Erfolg von STAR WARS, Teil IV, gab George Lucas die Möglichkeit, mit "Das Imperium schlägt zurück" (1980) und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" (1983) auch die anderen beiden Teile der mittleren Trilogie der von Anfang an auf neun Folgen konzipierten STAR WARS-Serie zu produzieren. Neben diversen Liebes- und Abenteuerepisoden konzentriert sich die Handlung dabei auf die Entwicklung Luke Skywalkers, der zuerst selbst zum Jedi-Ritter (und damit zum Nutzer dieser ominösen "Macht") ausgebildet wird und zum Gegenstand eines innerfamiliären Kampfes wird: Darth Vader, der maskierte Gehilfe der dunklen Seite, entpuppt sich als eigener Vater, der ihn - erfolglos - auf seine Seite herüberzuziehen sucht. Im letzten Teil dieser ersten Trilogie schließlich wird der Kampf zwischen dem dunklen Imperium und den Rebellen sowie der zwischen Vater und Sohn zum Höhepunkt geführt: der Plan des Imperators, Luke auf die Seite des Bösen zu ziehen, scheitert jedoch, als dieser nach gewonnenem Kampf sich weigert, seinen Vater zu töten. Die Trilogie endet mit einem fast klassischen "Happy End": der Versöhnung zwischen Sohn und Vater (der jedoch sein Leben opfern muss, um seinen Sohn zu retten) und der endgültigen Vernichtung der "Dunklen Seite".

Bewusst als "Serial" geführt, konkret als Teil IV - VI (Lucas liebte es, direkt ins Geschehen zu springen und dem Zuschauer erst im Nachhinein ein Verständnis der Geschichte zu ermöglichen), blieb die Trilogie im visuellen Bereich den Standards, den Kostümen wie der Technik des ersten Teils verhaftet. Kontinuität schuf dabei jedoch auch John Williams als Komponist, der die zentralen musikalischen Leitthemen des ersten Teils wiederverwendete, für neue Aspekte jedoch auch neue Themen entwickelte: für neue, fremde Rassen, für veränderte Liebeskonstellationen etc. Die Frage der Kontinuität stellte sich zwangsläufig wieder bei der Produktion weiterer Folgen, hier also konkret von "Episode I". Man mag bezweifeln, dass es dramaturgisch einen Sinn ergibt, zuerst die Haupthandlung zu zeigen und erst dann die Vorgeschichte nachzureichen. Rolf Giesen etwa betonte schon 1983, es bliebe "immer noch offen, wovon die beiden weiteren STAR WARS-Trilogien erzählen (würden), deren Mittelstück die bereits fertigen Filme" darstellten (Giesen 1983, 160)). George Lucas hat mit "Episode I" begonnen, seine alten Pläne in die Tat umzusetzen. Mehr als anderthalb Jahrzehnte nach dem letzten Teil der Serie war die v.a. digitale Tricktechnik soweit, seine visuellen Vorstellungen endlich in die Tat umzusetzen.