
Zielsetzungen:
Von seiner Machart her ermöglicht "Episode I" darüber
hinaus, Ziele zu erreichen, die an die unterrichtliche Thematisierung
von Filmmusik geknüpft werden sollten, und zwar dass
- Musik in einem
komplexen Artefakt (hier in einem Film) funktional eingesetzt werden
kann, um außermusikalische Faktoren zu verstärken;
- diese Einsätze
sich in verschiedene, zu systematisierende Kategorien unterteilen
lassen (grob etwa in die Trennung von dramaturgischen und syntaktischen
Funktionen der Filmmusik, weit detaillierter aber in Form von Funktionskatalogen,
wie sie etwa Georg Maas oder Norbert Jürgen Schneider aufstellen.
) Exemplarisch genannt seien hier nur die Möglichkeiten der Filmmusik,
eine eigenständige Spannungsdramaturgie zu gestalten bzw. die
visuell vorhandene zu verstärken sowie den Rezipienten Identifikationsangebote
zu machen (hier gerade durch musikalische Hervorhebung des jungen
Anakin);
- Filmmusik sich
zum Erreichen dieser Funktionen verschiedener Techniken bedient, z.B.
der "Leitmotivtechnik" (Anakins Thema, Jar Jar Binks Thema,
die Star Wars Fanfare, die Zitate des "Imperial Marches"),
der "mood-Technik", die lediglich eine Szene als Ganzes
musikalisch untermalt und des "underscoring" ;
- die Dramaturgie
eines Filmes und damit auch seiner Musik verstanden werden muss im
Kontext seiner Entstehungsgeschichte, des kulturellen Kontextes, der
impliziten Zuschauererwartungen (gerade hier beim 4.Teil der Star
Wars-Serie), dass Verständnis von Film und Filmmusik damit einer
intensiven Arbeit bedarf, bei der die eigene Rezeption immer wieder
kritisch reflektiert werden muss. Gerade hier zeigt sich der Anteil,
den auch der Musikunterricht an einer unverzichtbaren, Fächergrenzen
überschreitenden Medienerziehung hat.

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