Technikgeschichte

Die Diskussion über den Einsatz technischer (Ver-) Mittler im Musikunterricht gewinnt mit dem 1981 entwickelten und 1983 eingeführten MIDI- Standard (= Musical Instruments Digital Interface) eine neue Dimension. War bis zu diesem Zeitpunkt die Verkabelung und Programmierung von unterschiedlichen Klangerzeugern sehr aufwendig und kompliziert, so wird durch die Einigung namhafter Hersteller elektronischer Instrumente (= MMA) ein Standard etabliert, dessen Zielsetzung eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der Kommunikation zwischen den Geräten ist. Im Vordergrund steht neben einer Einigung bezüglich der zu verwendenden Hardware vor allem die Etablierung einer "Sprache" zur Programmierung und Synchronisation.
Bereits innerhalb des ersten MIDI-Standards 1.0 werden folgende wesentliche Vereinheitlichungen festgelegt, die über die Jahre zwar Erweiterungen erfahren haben, aber heute noch gelten:

  • die digitale Datenübermittlung
  • die elektrischen Spezifikationen des Interface
  • die Kommunikationssprache.
Auf dieser Basis lässt sich mit vergleichsweise wenig Aufwand ein Computer (zunächst vielfach ein Atari ST Computer) und ein Keyboard mit MIDI-Schnittstelle miteinander kombinieren. Es eröffnen sich somit dem experimentierfreudigen Musiklehrer erstmals Möglichkeiten, mit Hilfe eines Computers neue Wege in der Unterrichtsvorbereitung und -durchführung zu gehen.