Kanäle

Grundsätzlich empfangen alle seriell verschalteten Geräte innerhalb eines MIDI Setups alle gesendeten Informationen. Damit jedoch nur diejenigen Daten verarbeitet werden, die auch auf dem entsprechenden Gerät ausgegeben werden sollen, werden die einzelnen Information in 16 Kanäle unterteilt und somit spezifisch zugewiesen. Man unterscheidet weiterhin außerdem Geräte danach, wie sie MIDI-Befehle empfangen können:

a) OMNI: Es wird auf allen MIDI-Kanälen empfangen.

b) Poly: Es wird auf einem ausgewählten MIDI-Kanal empfangen.

c) Mono: Es wird auf mehreren MIDI-Kanälen gleichzeitig empfangen, wobei jedem Kanal nur eine Note zugeordnet werden kann (monophon). Monogeräte können meist nur einen voreingestellten Kanal empfangen und bearbeiten.

d) Multi: Es wird auf mehreren MIDI-Kanälen polyphon gleichzeitig empfangen.

 

Dateiformate

Da sich die Gerätehersteller nicht auf eine einheitliche Zuordnung von Instrumenten und Kanälen geeinigt haben, kann ein MIDI-File in der Besetzung Schlagzeug, Bass, Piano erklingen, z. B. bei Roland, auf einem Yamaha-Klangerzeuger wird hingegen Vibraphon, Orgel oder Saxophon ausgegeben.
Um eine Kompatibilität zu erreichen und den Austausch der MIDI-Dateien auch zwischen Systemen unterschiedlichster Hersteller zu ermöglichen, einigte sich die MIDI Manufacturers Association (= MMA) 1991 auf den General MIDI (= GM) Standard, der die Dateiendung *.mid beibehält. Dieser impliziert eine feste Instrumententabelle mit 128 Klängen, denen verbindliche Nummern zugewiesen sind (z.B. 14= Xylophon).

Die Tabelle findet sich entweder im Handbuch der Soundkarten/ Keyboard-Hersteller oder auch unter:

Des weiteren gehört zu der General MIDI Norm auch eine feste Zuweisung der Schlagzeugklänge

Außerdem wird dem Schlagzeug der feste Kanal Nummer 10 zugewiesen. Hierdurch wird gewährleistet, dass ein MIDI-File, welches auf einem GM Instrument oder Sequenzer erzeugt und gespeichert wurde, auch auf jedem anderen GM - kompatiblen Instrument/ Sequenzer mit den gleichen Klängen (auch den gleichen Lautstärken, dem selben Tempo usw.) abgespielt wird.
Sogar Apple´s Quicktime Instrumentensetup basiert mittlerweile auf der ursprünglich von Roland initiierten GM Klangtabelle.
Es sind von den Herstellern Roland und Yamaha Erweiterungen des GM Standards vorgenommen, die eine größere Anzahl Instrumente und editierbare Controller (z.B. zur Programmierung und Steuerung von Effekten) umfassen.
Der Standard von Yamaha nennt sich "XG", nähere Informationen unter:

Der Roland Standard trägt die Bezeichnung "GS", nähere Informationen zu Produkten der Soundcanvas - Reihe, die den Standard unterstützen unter:

Beiden gemeinsam ist, dass die erste Bank der je eigenen Standards immer eine GM-Bank ist, wodurch die Wiedergabe von einfachen MIDI-Files gewährleistet ist.