Zwei Gewinner beim 3. YEAH! Young EARopean Award

Gelungener Abschluss des YEAH! Festivals 2015 in Osnabrück

jzBYi0UgvKNKI-jEq0TiPFZo2verj-9KlBQZtmjAkN0,3fO8hi9D92dDZ4x-6CDgvYwaFGcCXYS-omvFVDS5smo  DnzIQiHpn3DsP2LmkiwGBhe2MN72fojGEhp4hKlk9pM,-NfQmP8bMWj8PuflGynX0kRvbTW6XsMUDXvYLJNc5YI

Am Freitagabend ging das YEAH! Festival in Osnabrück mit einer festlichen Gala zur Verleihung des YEAH! Award 2015 zu Ende. Zwei Produktionen aus Belgien und Deutschland wurden mit dem Preis für junge Musikformate ausgezeichnet.
Der YEAH! Award wurde zum dritten Mal vergeben und ist mit insgesamt 40.000 € dotiert. Seit 2011 wird der YEAH! Award verbunden mit seinem Festival durch die großzügige Förderung der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte ermöglicht. Seit 2011 stellte die Stiftung insgesamt 900.000 € für das Projekt zur Verfügung, das vom Berliner netzwerk junge ohren e.V. alle zwei Jahre veranstaltet wird.

Gewinner in der Kategorie „Performance“ ist die Produktion „Eersteklasconcerten“ von Musica, Impulse Centre for Music (Belgien). Je drei Konzerte und Workshops umfasst der musikalische Rundgang für 1. Schulklassen. Mit den „Eersteklasconcerten“ erhalten Kinder im Alter von 6 bis 7 Jahren eine konzentrierte und darstellerisch starke Einführung in die experimentelle Musik, an der sie aktiv selbst beteiligt sind. In der Kategorie „Performance“ waren insgesamt 10 Produktionen aus den Ländern Portugal, Großbritannien, Deutschland, Italien, Belgien, Island, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz nominiert. Diese hatten sich aus über 100 Bewerbern als preiswürdig durchgesetzt und zeigten ein beachtliches Panorama der modernen europäischen Musiklandschaft und den vielfältigen Möglichkeiten zeitgemäßer Bühnenformate für neues Publikum.

Die Kategorie „Process“ konnte das Projekt „geo-sounds“ aus Leipzig (Deutschland) für sich entscheiden. Wie stellt man den Wandel einer Landschaft in den letzten 50 Mio. Jahre musikalisch dar? – Diese Frage bildete den Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit von Flügelschlag Werkbühne e.V. und dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig. Sie initiierten ein deutsch-polnisches Schüler-Kompositions- und Kunstprojekt, das sich unter anderem mit einer Livestream-Komposition dem Thema Landschaftsentwicklung und Braunkohletagebau künstlerisch annähert. Insgesamt fünf Projekte aus Belgien, der Schweiz und Deutschland waren in der Kategorie „Process“ nominiert, mit einem starken Schwerpunkt im deutschsprachigen Bereich. Sie zeigen eindrucksvoll, wie inspirierend und fundamental musikalisch die prozessorientierte Zusammenarbeit von Profis mit Kindern und Jugendlichen aussehen kann.

Moderatorin Friederike Holm führte durch die stimmungsvolle Gala, der ein abwechslungsreiches Wandelkonzert vorausging. Studierende des Instituts für Musik der Osnabrücker Hochschule gestalteten nach einem Konzept von Institutsleiter Prof. Sascha Wienhausen einen musikalischen Parcours, der die Besucher/innen an historisch interessanten Stationen entlang bis zum Festivalzelt führte. Die Preise wurden überreicht durch die Jury-Mitglieder Christina Coker (Großbritannien), Ursula Schumann (Theater Osnabrück), Prof. Dr. Johannes Voit (Musikhochschule Karlsruhe) und den ersten Vorstand des netzwerk junge ohren e.V., Gerald Mertens (Deutsche Orchestervereinigung, Berlin).

Alle Beteiligten blicken auf ein erfolgreiches Festival in Osnabrück zurück. Dabei waren nicht nur die europäischen Nominierten im Programm präsent, sondern insbesondere auch Osnabrücker Partner des YEAH! „Über den YEAH! ist ein lebendiges Netzwerk mit Kulturinstitutionen vor Ort entstanden. Durch ihre Programmstärke gewinnt das Festival deutlich an Potential und wirkt stärker in die Stadt hinein als je zuvor“, freut sich Lydia Grün, Geschäftsführerin des netzwerk junge ohren. Hans-Jürgen Fip, Vorstandsmitglied der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und Oberbürgermeister Stadt Osnabrück a.D. war einer der ersten Unterstützer der YEAH!-Idee: „YEAH! löst spürbar seine Intention ein – die Stadt zu einem Zentrum der Völkerverständigung zu machen und das friedensstiftende Potential der Musik erlebbar zu machen.“ Das Willkommen der Stadt für das YEAH! Festival wurde von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der an der Preisverleihung teilnahm, herzlich bekräftigt: „YEAH! steht künstlerisch für die europäische Idee und ich freue mich, dass der Preis mit seinem Festival zum dritten Mal in Osnabrück gastiert hat!“ Fast alle nominierten Projekte folgten der Einladung zum Festival und trugen zusammen mit den Künstler/innen und Institutionen dazu bei, dass YEAH! 2015 ein lebendiges europäisches Musiktreffen wurde, das in die Region Osnabrück und weit darüber hinaus strahlte.

Weitere Informationen unter: www.yeah-award.de